Bozen, 21. Januar 2026
Das Fotoprojekt widmet sich der Realität und der Situation des tibetischen Volkes im Exil. Seit 1959, mit Beginn der chinesischen Invasion, leben mehr als 200.000 Tibeterinnen und Tibeter außerhalb ihrer besetzten Heimat.
Das Projekt taucht ein in die bewegende Erfahrung der tibetischen Exilanten, einer Gemeinschaft, die täglich mit der harten Realität des Lebens fern ihrer Heimat konfrontiert ist.
Anhand ihrer Porträts und Geschichten, die Paola Marcello in den tibetischen Gemeinschaften in Indien und Nepal gesammelt hat, versucht die Fotografin, denen eine Stimme zu geben, die die Last eines aufgezwungenen Exils tragen. Sie erkundet die Schwierigkeiten und Hoffnungen eines Lebens in einer fremden Umgebung.
Die Exil-Tibeter:innen fanden weltweit Solidarität, auch in Südtirol. Eurac-Forscher Günther Cologna von Italia-Tibet- Vereinigung schreibt: „Mit seinen Wurzeln im Buddhismus und inspiriert von Mahatma Gandhis gewaltfreiem Kampf, der Indien zur Unabhängigkeit führte, entwickelte der Dalai Lama einen Vorschlag für eine friedliche Lösung der Tibet-Frage, der unter anderem von der Autonomie Südtirols inspiriert war“.
Zwischen Südtirol und den Exil-Tibetern findet ein reger Ideenaustausch statt, der 1993 mit Landeshauptmann Luis Durnwalder begann und von seinem Nachfolger Arno Kompatscher fortgeführt wird.
Tibet im Exil – Identität und Resilienz eines Volkes
Montag 26.1.2026 | 18:00
UNIBZ, Universitätplatz 1, Bozen/Südtirol
Ein Projekt der Gesellschaft für bedrohte Völker in Zusammenarbeit mit Eurac – Unter der Schirmherrschaft von UNIBZ – Mit Unterstützung der Provinz Bozen, Amt für Freiwilligenwesen und Solidarität